Das Departement Landes ist ein ideales Reiseziel für eine Thermalbadekur. Du musst nicht 3 Wochen für eine anerkannte Kur verreisen. Du kannst auch nur einen einzigen Tag bleiben und während deines Urlaubs eine Mini-Kur genießen. Wo kannst du in den Landes eine Thermalpause einlegen? Der Campingplatz Le Saint Martin verrät dir alles, was du über die Thermalbäder der Landes wissen musst.
Dax und Saint-Paul-lès-Dax, Frankreichs führender Kurort
Die Thermalgeschichte von Dax reicht bis in die Römerzeit zurück. Der Legende nach warf ein römischer Legionär, der in Dax stationiert war, seinen an Rheuma erkrankten Hund in die Gewässer des Adour. Dank des Peloids, des sedimentären Schlamms, der die Stadt Dax berühmt machen sollte, wurde der Hund geheilt!
Heute kann Dax stolz darauf sein, mit fast 60.000 Kurgästen jährlich der führende Kurort Frankreichs zu sein. Die 1992 vom Architekten Jean Nouvel entworfenen Thermen von Dax sind das Aushängeschild der Thermalbäder in den Landes. La Fontaine Chaude, oder die Nèhe-Quelle, ist das andere Symbol des Kurortes. Auf alten römischen Thermen erbaut, sprudelt aus der Quelle 65 Grad heißes Wasser!
Die Hauptstadt des französischen Thermalbäderwesens umfasst auch Saint-Paul-lès-Dax, wo man für einige Stunden die Wohltaten des Thermalwassers in Sourcéo genießen kann: 4.000 m² ganz der Entspannung und dem Wohlbefinden gewidmet.
Auch im Camping-Blog lesenswert: Was kann man in Dax unternehmen und besichtigen, um Tourismus und Thermalismus zu verbinden?
Eugénie-les-Bains, Frankreichs erstes Schlankheitsdorf
Der charmante Kurort Eugénie-les-Bains, südlich von Mont-de-Marsan, verdankt seinen Namen Kaiserin Eugénie de Montijo, der Ehefrau von Napoleon III. Diese kam hierher, um bei ihren häufigen Aufenthalten in Biarritz „die Wasser zu nehmen“.
Reich an Kalzium, Magnesium, Natrium, Sulfiden und Thermalplankton bilden die Quellen Eugénies – die Kaiserin-Quelle und die Christine-Marie-Quelle – das Herzstück des Thermalbetriebs des Kurortes. Hier werden rheumatische Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und Harnwegsprobleme behandelt. Die Thermalbäder bieten auch Schlankheits-, Anti-Aging- und Anti-Stress-Kuren sowie Detox-Programme an.
Préchacq-les-Bains, ein Kurort, dem es nicht an (Heil-)Quellen mangelt
20 km von Dax entfernt, vor den Toren der Chalosse, verdankt der Kurort Préchacq-les-Bains seinen Ruf dem „Trou de Madame“, von dem heute nur noch wenige Überreste erhalten sind. Diese ersten Thermen wurden bereits 1610 vom Herzog von Sully, Minister von König Heinrich IV., genutzt. Etwa 1 km von der heutigen Thermalanlage entfernt, war diese alte heiße und schwefelhaltige Quelle noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehr bekannt.
Über die medizinischen und therapeutischen Ausrichtungen in Rheumatologie und Atemwegserkrankungen hinaus bieten die Thermen von Préchacq-les-Bains heute Entspannungstage mit Balneo- und Thermal-Spa, Hydromassage- und remineralisierenden Bädern sowie Anwendungen mit Naturmoor aus den Schwemmlandböden des Adour an.
Saubusse-les-Bains: die Landes im Cocooning-Stil
Zwischen Dax und Hossegor, entlang des Adour, ist das kleine Dorf Saubusse-les-Bains bekannt für sein natriumchloridhaltiges Thermalwasser und seine natürlichen vegetomineralischen Schlämme. Die Quelle „La Rouillère“ ist seit sehr alten Zeiten bekannt.
Neben der Behandlung von rheumatologischen und phlebologischen Erkrankungen bietet der Thermalkomplex von Saubusse Mini-Kuren zur Revitalisierung an. Man kommt hierher, um sich für ein paar Stunden oder länger verwöhnen zu lassen. Auf dem Programm stehen: lokale Schlammanwendungen, Aquabiking, Hydrojet, Hydromassage, Massage nach Landes-Art, kalifornische Modellage. All das inmitten einer wilden und unberührten Natur, zwischen den Barthes der „Kleinen Camargue der Landes“.
Foto@Romaineolas, CC BY-SA 3.0